Fachtagung von Hebammen für Hebammen in Ausbildung – 26. und 27. April 2013

Die dritte Ein Schimmer guter Hoffnung -Tagung fand dieses Jahr in Wiesbaden im Zeichen vergessener Hebammenkünste statt . Wir starteten mit einem Vortrag des Psychosomatikers und Hypnotherapeuten Gunther Schmidt, der uns neben theoretischer Basis hilfreiche Anwendungen zum Überleben im Klinikalltag an die Hand gab. Das Kamingespräch lud zum gemütlichen Austausch zwischen freiberuflichen Hebammen und Hebammen in Ausbildung ein und ließ den ersten Tag voller neuer Eindrücke und Gedanken ausklingen.

Am zweiten Tag erhielt der Bundesrat WeHen durch die im Januar neu gewählte Delegierte Julia Schmitt Gelegenheit sich vorzustellen und kurz von dem letzten Ratstreffen zu berichten. Margarete Sommer erzählte in „ von einer, die auszog…“ vom doch mühsamen Weg durch die klinische Ausbildung zur freiberuflichen Hebamme. Dieser Geschichte voll Hoffnung und Kampf, voll Schatten und Licht, verdanken wir diese Tagung.

Danach war es uns gegönnt Edith Winter aus dem Hebammenkoffer plaudern zu hören, der weniger mit Geräten als mit viel Erfahrung gefüllt zu sein scheint. Jutta Ott-Gmelch sprach über die Zeit die das Gebären braucht, und das dies jenseits von Standards der Klinischen Geburtshilfe andere Formen anzunehmen vermag. Da stockte doch der ein oder anderen der Atem, wenn man bei gutem Zustand der Mutter auch einfach ein wenig länger auf das Kind oder die Plazenta warten kann. So bekam frau eine Ahnung davon, dass dies eine ganz andere Geburtshilfe sein muss, als sie sie bisher kannte. Die dritte im Bunde war Ina Rieder die Hilfe bei Beckenendlage bot. Sie berichtete von Zwillings- und Beckenendlagengeburten in der Hausgeburtshilfe und klärte uns über Dos und Don´ts auf. Prof. Dr. Sabine M. Dörpinghaus machte uns durch ihre These der Leibphänomenologie Mut unserem Gespür zu vertrauen. Sie zeigte sehr eindrücklich auf, dass Aspekte des Geburtsgeschehens nicht nur auf der naturwissenschaftlichen Ebene wahrgenommen und beurteilt werden können, sondern dass unser Körper ein Instrument zur Wahrnehmung feinerer Impulse ist, denen es zu vertrauen gilt.

Voll guter Hoffnung und mit neuen Anregungen die unter uns werdenden Hebammen auch kontrovers diskutiert wurden entließ uns diese Tagung wieder in den Ausbildungsalltag.